Die arktische Kulturlandschaft Lappland

Bei der arktischen Kulturlandschaft Lapplands handelt es sich um eines der letzten in Westeuropa befindlichen Wildnisgebiete. Das gesamte als Laponia bekannte Gebiet hat eine Größe von 9.400 Kilometern. Gebildet wird die Kulturlandschaft durch die Naturreservate Stubba und Sjauna sowie die Nationalparks Stoja Sjöfallet, Muddus, Sarek und Padjelanta. Umgeben ist das wilde unwegsame Gebiet von den Kommunen Jokkmokk und Gällivare. Gekennzeichnet ist die Landschaft von grenzenlosen Wäldern, offenen Gebirgsplateaus, weitläufigen Sümpfen sowie hohen Bergen. Die dort befindlichen Flusssysteme stehen teilweise komplett unter Naturschutz wie der Muddusjåkkå. Große Moore und Urwälder breiten sich in Sjauna, Subba und Muddus auf. Ihr Untergrund wird durch Urgestein gebildet. Zum skandinavischen Gebirge gehören gehören der Padjelanta, Sarek und der Stora Sjöfallet.

Die Aufnahme ins Welterbe

Im Jahr 1996 nahm das Welterbe Komitee die arktische Kulturlandschaft Lappland in die Liste des Welterbes auf. Begründet hat das Komitee die Aufnahme mit der Position des Gebietes, an dem die geologische Entwicklung der Erde zu erkennen ist. Ebenfalls sind die biologischen und ökologischen Veränderungen der heutigen Zeit zu beachten. Aus vielerlei Sicht wird die biologische Vielfalt geschützt. Dies geschieht durch natürliche Orte sowie durch Naturphänomene mit ihrem einzigartigen Charakter, die sich gleichzeitig aufgrund ihrer Naturschönheit auszeichnen. Seit vorgeschichtlicher Zeit liegt eine Bevölkerung durch die Sami vor. Dieses Gebiet gilt als eines der besten Beispiele, in dem die Nomadengebiete hervorragend bewahrt sind. So sind dort Weideplätze zu finden, die für große Rentierherden geschaffen sind.

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