Die Anschlussheilbehandlung

Am 20.12.2001 erhielt ich meine erste Krebsdiagnose. Die Behandlung begann nach mehreren Arztgesprächen am 15.01.2002 und beinhaltete mehrere Chemotherapien und dazwischen 33+5 Bestrahlungen im Krankenhaus Moabit, die ich in einer onkologischen Schwerpunktpraxis erhielt. Nach der Primärbehandlung habe ich versucht, weiterzuarbeiten. Dazu sind jedoch die Medikamente in ihren Nebenwirkungen zu schwerwiegend. Eine spätere Tätigkeit im Callcenter gab ich auf, als feststand, dass ich dem Schichtwechsel nicht gewachsen war.

Zumindest zur damaligen Zeit war es so, dass es eine 3-Jahres-Frist gab, in der man eine Anschlussheilbehandlung (AHB) beanspruchen kann, wenn eine so schwerwiegende Erkrankung vorliegt. Diese Frist war 2004 noch nicht ausgelaufen. Ich tat dies und erhielt die Nachricht, dass die AHB am 1.12.2004 beginnt. Das eingefügte Dokument, denn Inhalt sich wahrscheinlich nachprüfen lässt, stellt den Nachweis dar.

Ich habe mir auch damals darum keine Gedanken gemacht, ob mich jemand beobachten könnte. Warum auch? Schließlich habe ich doch ganz normale Sachen als Patientin gemacht. Ich habe eine Klinik in Bezug auf eine ambulante Anschlussheilbehandlung besucht!!!

Angesprochen hat mich auch niemand darauf, sonst hätte man es klarstellen können. So verdanke ich offenbar der Tatsache, dass ich meine Rechte als Patientin in Anspruch genommen habe und offenbar verbreiteter Lügen, mehr als 13 zerstörte Jahre. Es gibt eine Form von gebrochenen Herzen, die niemals heilen wird…

Bedanken möchte ich mich außerdem bei meinen Firmen, die mir immer wieder ihre Wertschätzung entgegen bringen.

Bedanken möchte ich mich bei den Freunden, deren Kinder des Öfteren bei mir waren. Dadurch ist es mir wenigstens ein bisschen möglich, zu erfahren, wie es ist, mit Kindern durch das Leben zu gehen und zu sehen, wie die Kinder erwachsen werden.

Meine Ehe blieb kinderlos und die Chance auf eine zweite Beziehung ist mir wohl auch über viele Jahre aufgrund der „Lügen um diese Anschlussheilbehandlung“ bisher laufend zerstört worden. Man wird weltweit blamiert, ohne dass man sich rechtfertigen kann.

Was ist an einer regulären Anschlussheilbehandlung, auf die ich und andere Patienten als Krebspatientin Anspruch haben, so schlimm, dass man einem Menschen das Leben zerstören muss? In Krankheit allein, im Krankenhaus allein, an Weihnachten allein, an Silvester allein, an Ostern allein…

Danke an meine Fußballer, meine Sänger und und und Ihr wisst warum

P. S. bitte keine Spieleanfragen bei Facebook schicken. Ich habe dafür keine Zeit.

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