Die Strahlentherapie

Wenn man die Diagnose Krebs erhält, dreht sich für einen die Erde nicht mehr – besonders, wenn die Chance aufgrund von Metastasen für einen Sieg bei gerade mal 70 Prozent liegt. Die Ärzte erklären einem dann, was für ein umfangreiches Behandlungsspektrum auf einen zukommt. Dies geschah so, nachdem ich am 20.12.2001 meine erste erste Krebsdiagnose erhielt.

In diesem Moment hat man keinen Blick für andere Dinge. Vor allem kommt man nicht im Geringsten auf die Idee, dass einen jemand bei diesen Besuchen beobachten könnte. Wenn man dann nicht weiß, was die beobachtete Person dort unten macht, kann das schnell zu bösen Missverständnissen führen – besonders wenn man mit Halbwissen an die Öffentlichkeit geht.

Bei meiner Krebserkrankung, deren Behandlung im Jahr 2002 begann, war es erforderlich, dass ich zusätzlich den Weg der Bestrahlung beschreite. Damals lernte ich die alte Strahlentherapie des Krankenhauses Moabit kennen. Anders wie übliche Praxen befinden sich diese jedoch nicht im Erdgeschoss oder im ersten Stock – maximal die Anmelderäume wie jetzt in der neuen Strahlentherapie. Aufgrund der Ausarbeitung der Geräte und ihrer Strahlenbelastung befinden sich die Geräte im Untergeschoss beispielsweise von einem Krankenhaus. Es geht um ein Abschirmen der Strahlenbelastung. Damals musste man im Moabiter Krankenhaus einen längeren Weg beschreiten, um den Linarbeschleuniger zu erreichen. In der neuen Strahlentherapie-Praxis befinden sich die Strahlenräume im Untergeschoss.

Wenn also jemand in einem Krankenhaus die Wege im unteren Bereich beschreitet, kann das in der simplen Tatsache begründet liegen, das die Person zur Strahlentherapie geht oder aus der Strahlentherapie kommt. Sofern Fragen an Personen bestehen, empfiehlt sich eine zeitnahe Ansprache, damit sich diese besser verarbeiten lässt. Denn Krebskranke sind allein durch die Erkrankung einer extrem hohen Belastung ausgesetzt, wie allein anhand der Geschichte vom Chemobrain deutlich wird.

Hier sind meine fünf Pässe sowie der Pass aus 2016/2017 aus der Behandlung meiner ersten Krebserkrankung, die die Termine in der Strahlentherapie und der Nachsorge wiedergeben. 

 

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