Meine Krebserkrankungen

Seit Ende 2001 werde ich gegen Krebs behandelt wie der Einblick in meinen Patientenpass zeigt – mittlerweile seit November 2016 zum zweiten Mal, nachdem das Wachstum des Tumors im Frühsommer 2016 begann. In der zweiten Monatshälfte wird dann das Abholen einiger Medikamente erfolgen, sodass ich auch wieder mal in einer Apotheke bin. Bei der Gelegenheit möchte ich mich bei den Menschen bedanken, die gerade während des ersten Behandlungsjahres ab Spätherbst 2016 meiner aktuellen Krebserkrankung zu mir gestanden haben.

Worüber ich mir nie Gedanken gemacht habe, ist, das die Lage der Praxis offenbar zu den wildesten Spekulationen Anlass geben würde. Schließlich befindet sich gegenüber der Praxis ein Gefängnis. Mit Krebs im Körper denkt man auch an ganz andere Dinge als an die Fantasien anderer. Und wenn man eine Frage nicht kennt, kann man auch keine Antwort geben. Es folgt hier ein Einblick darin, wie oft man in die onkologische Praxis geht, wenn man als Patient Chemotherapien erhält. Zudem sollte es vielen bekannt sein, das Krebspatienten in der Regel jahrelang in Behandlung sind. Was soll ein Patient machen, der Gefahr läuft, Metastasen in der Lunge zu haben? Auf seine Arztbesuche verzichten, nur weil einem Teil der Öffentlichkeit vielleicht die Lage meiner behandelnden Praxis nicht gefällt?