Muttertag

Hallo Mam,

schon seit mehr als zwei Jahrzehnten (1992) bist Du an diesem Tag nur noch im Herzen bei mir. Drei Krebsdiagnosen in vier Jahren (1986, 1988, 1990) waren zuviel. Leider weiß ich erst seit wenigen Monaten, was oder wer unser Familienleben nach 1980 so extrem beeinträchtigt hat – nämlich Menschen, die nicht einmal zehn Prozent unseres Lebenslaufes oder unserer Geschichte kannten und die nicht wussten, dass du im Aktenarchiv vom Krankenhaus Moabit gearbeitet hast. Ich hätte ein solches Fehlverhalten von diesen Personen nie erwartet und auch nicht für möglich gehalten. Die Lungenentzündung im vergangenen August dürfte gerade dort wohl wieder einige Fantasien hervorgerufen haben. Leider kann ich die Zeit nicht zurückdrehen. Es bringt Dich auch nicht zurück. Die Erinnerung an unsere gemeinsame schöne Zeit bleibt. Ich danke dir und Omi, die noch zehn Jahre länger an meiner Seite blieb, für alles. Vielleicht kann ich es besser machen und es bleibt bei mir bei zwei Krebserkrankungen (Behandlung: Ende 2001 – Ende 2011/seit November 2016 – Diagnose 2013 – Behandlung nach Bestrahlung andauernd – Lungenentzündung im August 2017).

Zwei Rosen sollen heute zeigen, dass ich jeden Tag an Euch denke. Nach der Aufnahme eines Fitnessprogramms sollte es in diesem Jahr möglich sein, dass ich mich selber mit dem Schneiden der Hecke (Kauf einer Heckenschere ist fest eingeplant) befassen kann. Du und Oma bleiben immer in meinem Herzen.

 

 

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